First Berlin Equity Research hat ein Research Update zu PSI SE (ISIN: DE000A0Z1JH9) veröffentlicht. Analyst Simon Scholes bestätigt seine ACCEPT THE OFFER-Empfehlung und bestätigt sein Kursziel von EUR 45,00.
Zusammenfassung
Die am 31. Juli veröffentlichten Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 waren vielversprechend: Der wichtige Geschäftsbereich Grid & Energy Management (ca. 50% des Umsatzes im ersten Halbjahr 2026) erreichte die seit langem angestrebte zweistellige bereinigte EBIT-Marge. Die am 21. August veröffentlichte Gewinnwarnung war hauptsächlich auf die Auswirkungen der aktuellen Schwäche des europäischen Stahlmarktes auf den Geschäftsbereich ?Process Industries & Metals? (PIM) von PSI zurückzuführen. PIM umfasst die weltweit führende Software für die metallverarbeitende Industrie. Unsere Einschätzung des langfristigen Werts dieses Geschäftsbereichs hat sich durch den vermutlich nur vorübergehenden Rückgang der Aufträge in Europa kaum verändert. Die deutschen Behörden erteilten Anfang Juli die behördliche Genehmigung für die Übernahme durch Warburg Pincus. Aktionäre, die ihre Aktien angedient haben, haben den Angebotspreis von €45 pro Aktie erhalten. Warburg Pincus und mit dem Bieter gemeinsam handelnde Personen halten nun über 80% aller ausstehenden PSI-Aktien. Im Zusammenhang mit der Dekotierung der Aktien von der Frankfurter Wertpapierbörse wird den verbleibenden Aktionären ein Angebot unterbreitet. Wir gehen davon aus, dass dies noch vor Jahresende geschehen wird. Bei einem Delisting-Angebot muss die Mindestgegenleistung mindestens dem höheren der beiden folgenden Preise entsprechen: dem volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) der letzten sechs Monate vor Bekanntgabe des Angebots oder dem höchsten Preis, den der Bieter in den sechs Monaten vor Veröffentlichung der Angebotsunterlage gezahlt hat. Dies deutet darauf hin, dass das Delisting-Angebot sehr nahe am ursprünglichen Angebotspreis liegen wird. Die Aktien werden voraussichtlich weiterhin in Hamburg notiert bleiben, doch wird der Informationsumfang über die Geschäftsentwicklung deutlich zurückgehen, da die Notierung nicht mehr im Prime Standard erfolgt. Aus diesem Grund empfehlen wir den Aktionären, das Delisting-Angebot anzunehmen.

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