First Berlin – ADVA Optical Networking SE Research Update (27.04.2021)

First Berlin Equity Research hat ein Research Update zu ADVA Optical Networking SE (ISIN: DE0005103006) veröffentlicht. Analyst Simon Scholes bestätigt seine BUY-Empfehlung und erhöht das Kursziel von EUR 12,50 auf EUR 13,00.

Zusammenfassung
Der Umsatz von ADVA stieg im Q1/21 um 8,9% auf €144,5 Mio. (FBe: €145,5 Mio; Q1/20: €132,7 Mio), während das Proforma-EBIT bei €12,9 Mio. lag (FBe: €10,9 Mio.; Q1/20: €-1,7Mio.). ADVA hat im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres noch nie höhere Umsätze, Rentabilität, Auftragseingang und Cash-Generierung verzeichnet. Im Q1/21 profitierte das Unternehmen weiterhin sowohl von der zunehmenden Digitalisierung aufgrund der Pandemie als auch von der anhaltenden Verlagerung des Umsatz-Mix hin zu margenstärkeren Produkten bzw. Kunden sowie Software und Dienstleistungen. Im Q1/21 machten Software und Dienstleistungen 26% des Umsatzes aus, nach 20% im Geschäftsjahr 2019. ADVA scheint daher auf einem guten Weg zu sein, diesen Beitrag bis 2023 auf 30% zu steigern. ADVA gibt an, dass die Aussichten für das laufende Quartal ?sehr gut? sind. Die Ende Februar gegebenen Prognosen für das Gesamtjahr 2021 sahen einen Umsatz von €580 Mio. bis €610 Mio. und eine Proforma-EBIT-Marge von 6% bis 9% vor. ADVA erwartet nicht, dass mögliche halbleiterengpassbedingte Lieferverzögerungen das Erreichen des unveränderten Umsatzziels für das Gesamtjahr gefährden. Im Q1-Bericht hat das Management das obere Ende der Proforma-EBIT-Margenguidance auf 10% angehoben, während das untere Ende der Spanne unverändert bei 6% bleibt. Dies spiegelt unserer Ansicht nach einerseits die schneller als erwartete Verschiebung hin zu einem Produktmix mit höheren Margen und andererseits die Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen des Halbleitermangels auf die Kosten wider. Ungeachtet des Halbleitermangels, von dem wir erwarten, dass er von relativ kurzer Dauet sein wird, prognostizieren wir für ADVA weiterhin eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 9,7% (zuvor 9,1%) für den Fünfjahreszeitraum bis Ende 2025, die hauptsächlich auf die Auswirkungen zunehmender Investitionen am Netzwerkrand auf ADVAs Kommmunikationsdienstleister-/ NFV- (Virtualisierung von Netzwerkfunktionen) und Netzwerksynchronisationstechnologiesegmente (ca. 30% des Umsatzes 2020) zurückzuführen ist. Die Margen von ADVA sind in diesen Segmenten höher als bei optischen Netzwerken (ca. 70% des Umsatzes 2020). Wir gehen davon aus, dass ihr schnelleres Wachstum dazu beitragen wird, die Proforma-EBIT-Marge von ADVA von 6,0% im Jahr 2020 auf 10,1% im Jahr 2025 zu steigern. Wir gehen davon aus, dass wir diese Prognose anheben werden, sobald ADVA die erfolgreiche Bewältigung des Halbleiterengpasses vermelden kann. Wir behalten unsere Kaufempfehlung bei, erhöhen jedoch das Kursziel auf €13,00 (zuvor: €12,50), um eine Reduzierung unserer Steuerbelastungsprognosen widerzuspiegeln.